„Wir können´s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“
Apostelgeschichte 4,20

HERR, du weißt wer ich bin,
du siehst meinen Sinn,
du kennst meinen Schmerz
und du kennst auch mein Herz.
Du führst mich durchs Tal
und du stellst mich auf Berge
und ich merk auf einmal,
mich trägt deine Stärke.
HERR, du liebst mich, wie ich bin,
dennoch siehst du meinen Sinn,
du kennst meine Unreinheit
und du kennst auch jede Gemeinheit.
Du führst mich zu Quellen
und du erfrischst meine Seele,
hörst nicht auf zu erhellen,
was ich lieber verhehle.
HERR, du schufst mich, wie ich bin,
ja, du sahst schon meinen Sinn,
du kanntest mein ganzes Leben
und du hast es mir trotzdem gegeben.
Du führst mich an deinem Stab
zum Ziele hin, lässt nicht los,
du nimmst, was ich hab,
machts Kleines für dich groß.
Nun stehe ich hier,
blicke zurück und denke:
Ich will zu dir!
Du sagst: Schau vor zu mir!
Sodass ich meinen Blick wende
und direkt zu dir stier,
ganz anders, denk ich mir,
was eine Herrlichkeit von dir,
du bist und bleibst und warst vor aller Zeit,
du sagst: Komm Kind, nun bist du bereit!
Im Lichte deines Angesichts,
vergess ich, was ich machen wollt'
alles Wichtige ist jetzt nichts,
ich seh dein Gold, ich seh dein Gold!
Wie konntest du mich führen?
Wolltest mich berühren?
Du hast dich zu mir gebeugt
und damit nur mein Herz erfreut,
HERR, im Glanz deiner Majestät,
seh ich erst, wie's um mich steht.
Lass mich ganz dein sein,
ich bin so klein, ich bin nicht rein,
aber, was mich ausmacht, das bist du,
darum schließ ich fröhlich meine Äuglein zu,
stell mir vor, wie schön es ist,
dass du jetzt bald schon bei mir bist.
Sami Rauscher
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